Halloween: Österreichischer Handel erwartet inflationsbedingte Umsatzsteigerung auf insgesamt rund 60 Millionen Euro

Konsumenten geben heuer im Schnitt 46 Euro aus. Süßigkeiten, Kürbisse, Snacks, Kürbisse und Deko-Produkte Top-Seller. Wien, Tirol und Vorarlberg am spendabelsten.

Das Gruselfest Halloween, das in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert wird, entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor für den heimischen Handel.

Rainer Will Handelsverband

„Die österreichischen Einzelhändlerinnen und Einzelhändler müssen sich vor Halloween nicht fürchten. Im Gegenteil, das heurige Halloweengeschäft lässt die Umsätze an den letzten Herbsttagen auf rund 60 Millionen Euro nach oben klettern. Allerdings werden die Zugewinne fast vollständig von der Inflation aufgefressen „, erklärt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Die Österreicher decken sich dabei vor allem für Motto-Partys und die Dekoration der eigenen vier Wände ein, dafür lassen sie im Durchschnitt etwa 46 Euro pro Kopf springen (Median: 30 Euro). In Summe wird die Bevölkerung zu Halloween in diesem Jahr fast 60 Millionen Euro ausgeben, das zeigt eine aktuelle Erhebung von MindTake Research im Auftrag des Handelsverbandes (n=1.000). Im Vorjahr lagen die bundesweiten Ausgaben pro Kopf noch bei durchschnittlich 41 Euro (Median: 25 Euro).

Bundesländer-Vergleich: Wien, Tirol und Vorarlberg haben die Nase vorn.
Im Bundesländervergleich zeigt sich heuer wie schon im Vorjahr die Hauptstadt Wien mit Pro-Kopf-Ausgaben von 51 Euro am spendabelsten. Dahinter folgen Tirol und Vorarlberg mit 46 Euro, Niederösterreich und das Burgenland mit 45 Euro sowie die Steiermark und Kärnten mit 44 Euro. Deutlich sparsamer geben sich 2022 die Konsumenten in Oberösterreich und Salzburg mit 42 Euro pro Kopf.

Halloween – ein Fest für die Jungen.
Ganz oben auf den Einkaufszetteln der Bevölkerung stehen heuer Süßigkeiten (50%). Aber auch Snacks (33%), Kürbisse (32%), gruselige Dekoration (26%), alkoholische Getränke (21%) und Kostüme (19%) zählen zu den beliebtesten Halloween-Produkten.

Vor allem Familien mit Kindern sowie Konsumenten unter 35 Jahren investieren zum Gruselfest besonders gerne. Verbraucher über 60 Jahre können mit dem Brauch, der ursprünglich aus dem katholischen Irland stammt und sich durch irische Einwanderer in den USA stark verbreitete, hingegen wenig anfangen. Insgesamt geben 35% der Österreicher an, für Halloween gar nichts zu kaufen.

Generell geben Bräuche wie Halloween dem Handel Eventcharakter. Sie sorgen für zusätzliche Emotionen und je nach Handelsformat für mehr Frequenz auf den Einkaufsstraßen. Handelsbetriebe können die Marketing-Maschinerie für ehrliche Angebote nutzen und versuchen, aus den jungen Schnäppchenjäger Stammkunden zu machen.

Mag. Gerald Kühberger, MA
Pressesprecher
Handelsverband

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