Intralogistik-Trend 2007: Kartonlager- und Fördertechnik

Der Karton stellt eine der wichtigsten Verpackungen unserer Zeit dar. Wir verwenden ihn zum Versand von Gütern in alle Welt, beispielsweise über Paket-Expressdienste. 

Textilien, Elektrogeräte, Werkzeuge, Büroartikel, Getränke, Schrauben, Nahrungsmittel und Schuhe. Unzählige Artikel des täglichen Gebrauchs werden auf der Supply Chain vom Erzeuger zum Verbraucher durch Kartons geschützt. Unmengen von Kartons stellen viele Unternehmen vor eine äußerst komplexe logistische Aufgabe. Automatisches Handling kann hier Abhilfe schaffen, sofern die Technik mit dem weichen, leicht zu beschädigenden Material umzugehen weiß und die hohen Durchsatzleistungen schafft. Insbesondere im Versandhandel, bei Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP) sowie vorwiegend im Textilhandel sind die Leistungsanforderungen aufgrund der unterschiedlichsten Kartongrößen und der hohen Anzahl enorm. 2007 steht bei der TGW ganz im Zeichen von Kartonlager- und Fördertechnik.

Durchgängig durch viele Branchen zeichnet sich klar der Trend zum Handling von Kartons ohne zusätzliche Ladungsträger ab. Wirtschaftlichkeit ist dabei ein großes Thema. Sowohl im Betrieb als auch generell beim Zukauf der Waren. Zunehmende Warenimporte aus Fernost, die grundsätzlich in Kartons verpackt sind, fördern diese Entwicklung zusätzlich. So müssen zukünftig die Verteilfunktionen auch schon stark an den Fernost-Kartonagen ausgerichtet und bei der Realisierung der Anlagen berücksichtigt werden. Eine große Rolle spielen dabei die Beschaffenheit sowie die Qualität der Kartons. Unterschiedliche Formen sowie Beschädigungen sind hier an der Tagesordnung. 

Weiters setzt sich der Trend zu e-commerce immer stärker durch. Der Versandhandel und Bestellungen via Internet boomen. Die Auftragsvolumina der KEP-Dienstleister steigen dadurch pro Jahr um 20 % – 30 %. Die logische Konsequenz daraus ist, dass bereits 20 % aller realisierten Anlagen der TGW Kartonförder- bzw. –lageranlagen sind. Eine Entwicklung, die sich durch fast alle Branchen zieht.

Einsparungspotenzial
Die komplexen Anforderungen stellen eine große Herausforderung an die Intralogistik-Lösung dar. Langjähriges Know-how und Hochleistungs-Produkte der TGW sind die Antwort darauf. Der Vorteil gegenüber der Beförderung von Behältern liegt im Handlingsaufwand. Die Ware muss nicht in Behälter gefüllt und dann wieder vom Behälter in Kartons umgepackt werden. Durch die seit einigen Jahren erprobten Technologien wie z.B. die automatische Lagerung von Kartons in Fachbodenregalen mit dem Lastaufnahmemittel Twister ist dies möglich. Man erspart sich das gesamte Tray-Handling.

Wenn im Logistik-Prozess das Umpacken wegfällt, bedeutet dies sowohl weniger Lagervolumen als auch eine Kostenreduktion durch die Verringerung der Arbeitsschritte. Zusätzlich fällt die Entsorgung von Altkartonagen und die Beförderung der Leerbehälter weg. Dies bringt den entscheidenden wirtschaftlichen Vorteil.

Eine Qualität für viele Branchen
Durch das langjährige Know How und Referenzprojekte in sämtlichen Branchen ist die TGW immer einen Schritt voraus und kann individuelle, auf die Kundenwünsche maßgeschneiderte Anlagen realisieren. Um und auf für die Perfektion einer Kartonhandling-Anlage ist der intensive Kundenkontakt und der rege Austausch bei der gemeinsamen Entwicklung der Lösung. Nur so, kann die TGW höchste Qualität und Maßarbeit plus kompakte Projektabwicklung liefern. Größter Bedarf besteht bei den Branchen Textil, Handel und KEP-Dienstleister. Speziell im Textilhandel oder auch beim KEP-Dienstleister sind die Anforderungen an Menge und Durchlaufzeit sehr hoch.

Produkte auf dem höchsten Stand der Fördertechnik…
…verschmelzen mit langjährigem Know-how und intelligenter Planung zu Hochleistungs-Materialflusssystemen. Mit einem breiten Portfolio an Produkten für unterschiedlichste Situationen, deckt die TGW sämtliche Anforderungen unterschiedlichster Branchen und Kartons ab. 

Speziell bei der Fördertechnik wird großer Wert auf möglichst robuste, störungsfreie Funktionen gelegt. Neu ist der Sorter im Produktportfolio der TGW-Kartonfördersysteme: NATRIX. Mit einer erhöhten Fördergeschwindigkeit, mehr Leistung und modernem Design. Zusammen mit der entsprechenden Zuteil- und Zielbahnfördertechnik eignet sich der Natrix besonders zum Sortieren unterschiedlichster Güter mit verschiedenen Abmessungen im Hochleistungssortierbereich. 

Das Fördergut wird durch spezielle Zuteilförderer mit einem optimierten Fördergutabstand dem Sorter zugeführt. Ähnlich einem Balkenband wird das Fördergut durch Aluminiumstrangpressprofile transportiert. Die Führung erfolgt über gummierte Laufräder, die einen leisen und verschleißarmen Betrieb gewährleisten. Die gewichtsoptimierten Abschiebetassen sind auf den Tragprofilen quer zur Förderrichtung verschiebbar und werden unterhalb des Sorterteppichs in Führungen geführt. So wird das Fördergut schonend ausgeschleust und die Geräuschentwicklung in Grenzen gehalten. Durch die optimierte Tassenführung kann ebenfalls eine Leistungssteigerung und eine Geräuschreduktion erzielt werden. Das Fördergut kann einseitig oder beidseitig unter 22° oder 30° abgeschoben werden. 

Vor allem die hohe Nennbreite von bis zu 1.020 mm ermöglicht die Beförderung eines großen Artikelspektrums von 100 x 100 mm bis zu 1.500 x 900 mm. Die optimierte Fördergeschwindigkeit bis zu max. 2,6 m/s ermöglicht eine Durchsatzleistung von mehr als 10.000 Einheiten pro Stunde. 

Twister schafft den Vorsprung
Der Vorsprung der TGW in der Lagertechnik zeichnet sich vor allem durch die einzigartige Twister-Technologie aus. In der Lagerung von Kartons stehen Volumennutzungsgrad und Leistung an erster Stelle. TGW versucht durch ständige Weiterentwicklung der Technologien beide Parameter zu optimieren. Seit 2000 wurden und werden auf diesem Sektor unzählige Projekte realisiert. Mit dem TWISTER N und TWISTER V wurden Lastaufnahmemittel entwickelt, die sich speziell für die doppelt tiefe Lagerung von Kartons verschiedenster Größen und Qualitäten bei doppelt tiefen Gassen eignen und so in der Lage sind, höchstmögliches Leistungspotenzial auszuschöpfen. Ein- und Auslagerung funktionieren jeweils nach dem gleichen Prinzip: Zwei Teleskoparme fahren seitlich an den Kartons vorbei, legen hinter den Kartons je einen Finger um und ziehen die Kartons so vom Fachboden auf den am Lastaufnahmemittel integrierten Gurtförderer. Kartons können dadurch im Gegensatz zur Vakuumtechnik formschlüssig und sehr sicher in den Lagern manipuliert werden.

Eine weitere Steigerungsstufe ist mit dem TWISTER VC gelungen, mit dem es möglich ist, bei einfachtiefen Gassen doppelt tief zu lagern. Dadurch wird der  Twister VC dort eingesetzt, wo die Stellplatzkapazität Priorität gegenüber der Leistung hat. Dies spart Platz, fordert aber Leistungseinbußen, da aufgrund der einfachtiefen Gassen nur ein Karton bei einem Spiel manipuliert werden kann. Eine zusätzliche Hubeinrichtung zur Twister-Technologie kann diese Leistungseinbußen teilweise kompensieren. Diese besteht aus einem Rost, der einen zweiten Karton aufnehmen kann. Beim Auslagerungsvorgang wird also ein Karton auf das Lastaufnahmemittel geholt und von der Hubeinrichtung ausgehoben. Nun kann ein zweiter Karton aufgenommen und somit die Leistung wesentlich erhöht werden. Man macht sich hier den vorhandenen Platz in der Hubhöhe zunutze. Die Übergabe von der Fördertechnik kann so wie beim TWISTER N und V durch die integrierten Gurtförderer sehr schnell und sicher erfolgen.

Forschung und Entwicklung
Die Herausforderungen für die Zukunft liegen speziell in der Weiterentwi
cklung der Technologien. Es gilt die hervorragenden, bestehenden Technologien immer kompakter zu machen und permanent weiter zu optimieren. Ein wesentlicher Punkt dabei ist die Ausschöpfung des Potenzials an Werkstoffen. So werden z.B. Carbontische eingesetzt um Gewicht zu sparen. Die technologische Weiterentwicklung sollte ein guter Mix aus Material, Forschung und Entwicklung sein. Immer mit dem Fokus auf die Steigerung der Dynamik.

TGW setzt generell auf hochdynamische Lösungen, die eine exakte Positionierung fördern. Dazu kommt die stetige Weiterentwicklung der Sensorik im Bereich der Lastaufnahmemittel. Speziell dort gilt es permanent weiter zu forschen, da das Artikelspektrum stark unterschiedlich ist. Neben den Höchstleistungen und Leistungssteigerungen aufgrund permanent neuer Technologien stellt TGW Applikationen zur Verfügung, die die Kartons sehr schonend behandeln. Ein wichtiges Thema in Zukunft wird auch die Bedienerfreundlichkeit sein und die leichte Anwendbarkeit. Aufgrund der wirtschaftlichen Trends ist die Beförderung eines großen Artikelspektrums unumstritten wichtig. Auch die Durchsatzleistung ist enorm.

Höchste Qualität ein Leben lang
Von der Planung bis zur Inbetriebnahme und für die gesamte Lebensdauer der Anlage steht die TGW den Kunden zur Seite. Auch beim Service werden die Leistungspakete individuell auf die Anforderungen der Kunden abgestimmt. Professioneller Know-how-Transfer gewährleistet dabei die kompakte Abwicklung spezifischer Anfragen und schafft einen Überblick über den gesamten Service Prozess. Parallel dazu bilden laufend begleitende Beratungs-, Trainings- und Ausbildungsangebote die Basis für eine langfristige, erfolgreiche Partnerschaft und eine lange Lebensdauer der Anlage.

Michael Etlinger
TGW Transportgeräte GmbH
A-4600 Wels, Collmannstraße 2
T: +43.(0)7242.486-382
M: +43.(0)664.8187423
F: +43.(0)7242.486-7382
e-mail: michael.etlinger@tgw.at

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