Optimierung und Motivation


Erfolgsfaktor Mensch

Logistische Prozesse umfassen alle Bereiche eines Unternehmens. Neben der Optimierung des Güter- und Informationsflusses sollte besonderes Augenmerk auf die “Ressource Mensch” gelegt werden.

Die zunehmende Entwicklung hin zu einem Käufermarkt stellt immer höhere Anforderungen an die Unternehmer, mit den Sonderwünschen der Kunden fertig zu werden. Die Situation bringt einen verschärften Qualitäts- und Preiswettbewerb mit sich, der sich insbesondere in einem Wettbewerb der “Supply Chains”, d. h. sich konkurrierender Versorgungsketten. äußert.

Besonders auf technischem Gebiet wird viel Kraft in Innovationen und Know-How gesteckt, um die betrieblichen Flüsse durch Automation zu optimieren. Zu leicht übersieht man jedoch den “Erfolgsfaktor Mensch”, der wesentlich ist bei der Umsetzung jeglicher logistischer Prozesse.

Flexible Betriebsstrukturen…
Prozessoptimierung lautet das Schlagwort. Logistikexperten in aller Welt verfolgen nur das eine Ziel, die gesamten Abläufe in einem Unternehmen und bei der Distribution möglichst kostengünstig zu gestalten. Schon längst sind diese Prozesse in ein globales Netzwerk integriert. Die lokale Optimierung allein ist nicht mehr zweckmäßig. Die fortschreitende Globalisierung bringt einen zunehmenden Zwang zur Flexibilisierung der betrieblichen Strukturen mit sich – ohne Rücksicht auf herkömmliche Gepflogenheiten -, denn nur so kann auf die unterschiedlichsten Anforderungen und Märkte rasch reagiert werden. Nicht zu vergessen ist auf den stark wachsenden und sich international öffnenden Dienstleistungssektor, wo ganz neue Aufgaben auf die Logistiker zukommen.

… und flexible Arbeitszeiten
In dieser von stetem Wandel gekennzeichneten Zeit bekommt natürlich hoch qualifiziertes und motiviertes Personal einen besonderen Stellenwert. Was den Personaleinsatz betrifft, läuft das System Prozessoptimierung unter dem Stichwort Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Aus Sicht der Unternehmer ist die Flexibilisierung eine unumstößliche Notwendigkeit. Sie ergibt sich aus den engen Zeitfenstern bei Produktion und Lieferung, aus den hohen Schwankungsbreiten bei den Bestellungen, sowie aus den Erfordernissen der verschiedensten Exportmärkte in einer globalen Wirtschaft. Da aus Kostengründen eine Vollauslastung der Belegschaft erwünscht ist, muss sich der Mitarbeiter zeitlich an den schwankenden Durchsatz bei der Produktion anpassen.

Motiviertes Personal
Kein noch so ausgeklügeltes technisches und organisatorisches System kann erfolgreich angewendet werden, wenn es an motiviertem, engagiertem und kompetentem Personal mangelt. Ein Unternehmen steht und fällt mit der Qualität der Mitarbeiter. Ein modernes Zeitmanagement muss daher motivierend anstatt demotivierend wirken. All zu oft wird hier von den Unternehmensleitungen übers Ziel geschossen. In vielen Firmen wurde die Kaffee-Ecke abgeschafft – in dem Irrglauben, die Mitarbeiter würden unnötig Zeit vertrödeln. Aber genau hier kommt ein enormer kommunikativer Fluss in Gang, der für die Motivation der Mitarbeiter immens wichtig ist. Gerade in Zeiten raschen Wandels und sich lockernder Mitarbeiterbindung muss auf die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens ein hoher Wert gelegt werden.

Wirksames Personalmanagement
Für den Logistiker bedeutet erfolgreiche Prozessoptimierung daher auch wirksames Personalmanagement – von der Zeit- und Bedarfsplanung bis zur Mitarbeitermotivation. Flexible Arbeitszeitmodelle sind da ein wichtiges Thema. Sie können nur funktionieren, wenn sie für alle Beteiligten nachvollziehbar, d. h. einfach und transparent, kommuniziert werden und Anreize zur Steigerung der Leistung geschaffen werden. Die Förderung von Talenten gehört hier ebenso dazu wie die Vereinbarung von gemeinsamen Zielen.




Logistik Insider | Österreichs Informationsportal
Markus Jaklitsch
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