Schutz beim Handel mit Gebrauchtwaren

 
Der Handel mit Gebrauchtwaren, wie Autoreifen, Fahrzeuge, Kleidung, Schuhe, Haushaltsgeräte und Spielzeug, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. 

Viele dieser Güter werden heute in Entwicklungsländer exportiert und können zur Gefahr für Gesundheit und Sicherheit der Konsumenten und der Umwelt werden. Eine Internationale Norm soll hier Schutz bieten.

Gebrauchtwaren werden in der einen oder anderen Form seit vielen Jahren gehandelt. In den letzten zehn Jahren hat dieser Handel dramatisch zugenommen. Vor allem geht der Warenstrom zunehmend in Rich-tung Entwicklungs- und Schwellenländer, wo die Kaufkraft und die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Konsumenten weitaus geringer sind als in Industriestaaten. Arglose Verbraucher mit knappen finanziellen Ressourcen, sind damit potentielle Käufer von unsicheren, oft nicht mehr gebrauchsfähigen Produkten, die nachteiligen Einfluss auf die Gesundheit und Sicherheit der Konsumenten sowie negative Auswirkungen auf die Umwelt haben können.

Hier fehlt es oftmals an der Marktüberwachung und an einer ausreichenden Infrastruktur, um die Gefährlichkeit von Waren beim Grenzübertritt kontrollieren zu können. Denn der Handel erfolgt meist im großen Stil, zB durch Containerverschiffung. Diese Gefahren zu reduzieren, ist nun eine Aufgabe der Internationalen Normungsarbeit geworden, um Nachteile und Gefahren, die vom Handel mit Gebrauchtwaren ausgehen können, zu reduzieren. 

Gesundheit und Sicherheit

Eine Internationale Norm für den grenzüberschreitenden Handel mit Gebrauchtwaren wird Mindestkriterien festlegen, die das Fortsetzen des Handels in einer international akzeptierten Art und Weise und somit in Übereinstimmung mit den Verfahren der Welthandelsorganisation WTO erlaubt. Themen dieser Norm sind der Schutz der Gesundheit und die Sicherheit des Konsumenten, die Verringerung der schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt und das Festlegen von Mindestanforderungen, um die Gebrauchsfähigkeit von Gebrauchtwaren sicherzustellen. 

Österreichisches Know-how ist gefragt

Als Mitglied der Internationalen Normungsorganisation ISO wird das Österreichische Normungsinstitut ON für eine entsprechende Mitwirkung österreichischer Experten an der Erstellung dieser Norm sorgen. Personen und Organisationen, die hier mitwirken möchten, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen einzubringen, sind zur Mitarbeit eingeladen.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an den zuständigen Komitee-Manager:
Dipl.-Ing. Josef Winkler, E-Mail: josef.winkler@on-norm.at

Medienkontakt
Dr. Johannes Stern
PR & Medien
ON Österreichisches Normungsinstitut
1020 Wien, Heinestraße 38
Tel. (+43 1) 213 00-317
Fax (+43 1) 213 00-327
E-Mail: johannes.stern@on-norm.at

Markus Jaklitsch

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